
Wer heute noch auf klassische Rabatte hereinfällt, sollte zumindest einmal genauer hinterfragen, wie solche Angebote überhaupt zustande kommen. Wenn ein Produkt plötzlich statt 900,00 € nur noch 300,00 € kostet – weil irgendein Aktionstag ist oder eine vermeintlich zeitlich begrenzte Kampagne läuft – stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie kann das funktionieren? War das Produkt vorher massiv überteuert? Oder verkauft der Händler jetzt mit Verlust? Und wenn ja, warum sollte er das tun?
Die Wahrheit liegt meist irgendwo dazwischen – und hat selten etwas mit echtem Kundenvorteil zu tun. Genau aus diesem Grund habe ich mich entschieden, einen anderen, transparenten Weg zu gehen und ein bewusst kalkuliertes Experiment zu starten.
Ich „verschenke“ 20-mal jeweils 200,00 €. Konkret bedeutet das: Kunden haben die Möglichkeit, einen Einkaufsgutschein im Wert von 250,00 € zu erwerben, zahlen dafür jedoch lediglich 50,00 €. Die Differenz von 200,00 € übernehme ich. Anders als bei klassischen Rabattaktionen ist hier klar ersichtlich, wie sich der Vorteil zusammensetzt – ohne versteckte Kalkulationen oder künstlich erhöhte Ausgangspreise.
Doch natürlich geschieht das nicht ohne unternehmerische Überlegung. Die Rechnung dahinter ist bewusst offen gestaltet: Wenn alle 20 Teilnehmer lediglich ihren Gutschein einlösen und keine weiteren Käufe tätigen, entsteht ein „Verlust“ von insgesamt 4.000,00 € (20 × 200,00 €). Realistisch betrachtet zeigt die Erfahrung jedoch ein anderes Bild: Ein Großteil – in diesem Fall kalkulatorisch etwa 15 Personen – wird den Gutschein nutzen, ohne darüber hinaus weitere Produkte zu erwerben. Das entspricht einem eingesetzten Marketingbudget von 3.000,00 €.
Die verbleibenden 5 Kunden hingegen werden voraussichtlich mehr investieren – beispielsweise in eine Matratze, hochwertige Bettwaren oder sogar ein komplettes Schlafsystem. Hier kalkuliere ich konservativ mit einem zusätzlichen Deckungsbeitrag von insgesamt etwa 1.000,00 €. Damit reduziert sich der tatsächliche Mitteleinsatz auf rund 2.000,00 €.
Unterm Strich bedeutet das: Für 20 qualifizierte Kundenkontakte investiere ich etwa 2.000,00 € – also rund 100,00 € pro Person. In der klassischen Marketinglogik ist das ein absolut realistischer Wert. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, dass diese Kontakte nicht anonym über Werbung generiert werden, sondern durch persönliche Beratung, Zeit und echte Erfahrung entstehen.
Genau hier liegt der Kern meines Ansatzes. Ich setze nicht auf kurzfristige Kaufimpulse durch Rabattschlachten, sondern auf langfristige Kundenbeziehungen. Wer meine Beratung erlebt, erkennt den Unterschied zwischen standardisierten Produkten und individuell abgestimmten Lösungen. Und genau daraus entstehen Empfehlungen – seit Jahren einer der wertvollsten Wachstumstreiber in meinem Geschäft.
Dieses Modell ist bewusst nicht vergleichbar mit den bekannten Rabattmechanismen im Internet oder in großen Möbelhäusern. Dort wird häufig über den Preis verkauft – nicht selten auf Kosten der Produktqualität oder der Beratungsleistung. Wenn Margen durch Rabatte sinken, sinkt zwangsläufig auch der Anreiz für intensive Beratung.
Mein Ansatz ist ein anderer: Ich investiere gezielt in den Erstkontakt, um Vertrauen aufzubauen und den Mehrwert erlebbar zu machen. Die Frage ist nun, ob dieses Modell in einer Zeit, in der viele Menschen von Rabatten regelrecht „ermüdet“ sind, funktioniert.
Ich bin gespannt auf das Ergebnis. Hier ist das Formular zur Bestellung eines Gutscheins!
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